Musik + Medizin = Musikermedizin

Dr. med. Dr. phil. Wolff

Jeder kennt Fernsehbilder von Sportlern, die vom Platz getragen und am Spielfeldrand von Ärzten und Therapeuten versorgt werden. Die Sportmedizin und Sportphysiotherapie ist seit mehreren Jahrzehnten ein fester Bestandteil in der Betreuung von Sportlern.

Musiker vollbringen ähnliche Höchstleistungen - sowohl mental als auch körperlich - wie Profisportler. Eine spezialisierte medizinische und therapeutische Betreuung ist aber noch nicht für alle Musiker Standard.

Die Behandlung von Musikern erfordert


1. musikalisches Verständnis: Musikalischer Ausdruck, Übeprozesse und Instrumentaltechnik müssen analysiert und optimiert werden.

2. pädagogisches Verständnis: Üben will gelernt sein - aber wie? Ein Lehrer sollte anleiten können, wie ein bestimmtes Ziel zu erreichen ist.

3. medizinisches Verständnis: Anatomie und Physiologie interagieren mit den Anforderungen des Musikstücks und des Instruments.

Wie sieht eine musikermedizinische oder -physiotherapeutische Behandlung aus?

Eine Behandlung dauert in der Regel mindestens eine Stunde. Sie beinhaltet im ersten Teil die normale ärztliche körperliche Untersuchung, Befundsicherung und danach die Therapieplanung und -durchführung mit allen gängigen (manual-) therapeutischen Techniken zur Verbesserung der Funktion des Bewegungsapparates, der Muskelkraft, der Feinmotorik, der Organfunktion spezifischer Organsysteme etc. Zusätzlich dazu wird eine instrumenten-spezifische Anamnese erhoben, die sich gezielt mit den Spielgewohnheiten befasst. Am Instrument wird die Haltung analysiert, beim Spielen wird herausgearbeitet, welche Spiel- und Bewegungsmuster vorliegen, die ggf. Schmerzen und Verspannungen verursachen. Nach der Behandlung der Beschwerden folgt die musikerspezifische Behandlung am Instrument: das Übe- und Pausenverhalten wird optimiert und es werden sowohl Einspielprogramme als auch Ausgleichsübungen erlernt.

Informieren Sie sich bei mir über Möglichkeiten der Kostenübernahme oder der Bezuschussung der Behandlung.

Wo lernt man das?

Dr. med. Dr. phil. Dagmar Wolff

An der Hochschule für Musik:

Ich habe an den Hochschulen für Musik Hanns Eisler Berlin, der Folkwang-Universität Essen sowie an der University of Los Angeles die Studiengänge "Künstlerische Ausbildung" Klavier sowie Musikpädagogik und Instrumentalpädagogik studiert. Im Anschluss habe ich meine erste Doktorarbeit zur Dr. phil. mit einem musikermedizinischen Thema geschrieben.

Aus eigener Erfahrung als Verletzte:

Ein Autounfall brachte schwere Handgelenksverletzungen mit sich - in der Reha erlernte ich das Klavierspielen neu - und entwickelte nach der ersten Operation eine eigene Rehabilitationsmethode am Klavier: die Ω-Methode ©.

Mithilfe dieser Methode gelang es mir, meinen künstlerischen Abschluss zu erwerben und wieder auf die Bühne zurückzukehren. Heute spiele ich besser als vor dem Unfall - dank einer eingehenden Beschäftigung mit Bewegungsanalyse, motorischer Kontrolle und Reha-Prinzipien.

An der Schule für Physiotherapie:

Die Ausbildung zur Physiotherapeutin erfolgte am Alfried Krupp Krankenhaus Essen.

An der Medizinischen Fakultät:

An den Universitäten Freiburg, Düsseldorf und Leipzig habe ich mein Medizinstudium absolviert. 2017 wurde ich in Freiburg zur Dr. med. promoviert.

Auf Fortbildungen und Kongressen:

Ich bin Mitglied der Deutschen und Amerikanischen Gesellschaft für Musikermedizin (DGfMM und PAMA) und anderen medizinischen Fachgesellschaften. Fortbildungen umfassen die jährlichen Kongresse, Workshops zu musikermedizinischen Themen und Behandlungstechniken.

Auf vielen Kongressen habe ich selbst Vorträge und Workshops zu musikermedizinischen Themen gehalten.

Als Musikerin/Pädagogin und Musikermedizinerin/Musikerphysiotherapeutin habe ich mich auf die medizinischen Bedürfnisse von Musikern spezialisiert. Falls Sie spielbeeinlfussende Probleme oder Verletzungen durch Unfälle haben, können Sie von mir ärztlich, therapeutisch und instrumentalpädagogisch betreut werden.  Kontaktieren Sie mich für mehr Informationen.